Sind wir noch zu retten und wenn ja,… von wem…?

Ich gestehe, es gibt Momente in meinem Leben, da zieht es mir den Boden unter den Füssen weg und ich schwanke in meiner eigenen Fassungslosigkeit. Am Dienstag war so ein Moment, als meine Freundin mir erzählte , was sie bei den Recherchen für ihren morgigen Vortrag über Geburt und Bewußtsein an momentaner Faktenlage  in der sogenannten zivilisierten Welt sie gefunden hat: Patente auf Muttermilch, neuer Marketingtrend- Eis aus Muttermilch ( praktisch zum lutschen in der Waffel und nein, das ist leider kein Gag), Leihmütter werden nun auch ein Geschäftsmodell, Klinikgeburten nach Terminkalender, freie Hebammen mit Wartelisten, die immer mehr Knüppel zwischen die Beine geworfen bekommen, zukünftige Kinder, die du dir mit allen möglichen Wünschen selber zusammenstellen und bestellen kannst, Retorteanlagen oder Samenmischungen helfen bei gewünschten Talenten….Plazenta und Föten als Nahrungsbestandteile oder Bestandteil  in wer-weiss-was-alles….und und und

Möge ich nicht alles erwähnt haben, so verzeiht mir: Doch ich gestehe, mir reicht es hier auch so schon. Ich bin fassungslos und ringe mit meiner gefühlten Wut. Ja sind wir eigentlich noch zu retten? Die Frau als Geschäftsmodell, das Neugeborene als Ware….die Entartung und emotionale Entkopppelung des menschlichen Geburtsvorganges zu einem Wirtschaftsfaktor, der weibliche Mensch als Auslaufmodell ?….

Stattdessen der Prozess und zutiefst heilige Akt der Geburt, – das Willkommens eines neuen Menschen –  als Kosten-Nutzen-Bilanzierung mit Aussicht auf Gewinnoptimierung……????

Gehts eigentlich noch?  Ist es das, was die Menschheit erwartet: Stammzelle raus aus dem Eisschrank, rein in die künstliche Gebärmutter, Superfood dazu..und während das Menschengemisch reift, Rechnung schreiben, Lieferung vorbereiten  und Reifebedingungen überwachen…

Auch wenn meine gefühlte Wut und Ohnmacht mich noch arg fordert, mein Geist ist klar: Wenn wir hier nicht hinschauen, aufstehen und diesen Machern solcher  Machenschaften nicht auf die Finger hauen….wird es kaum noch eine lebensfähige nachkommende Generation schaffen, das Leben anzunehmen. Denn die Geburt eines Wesens  ist mehr als ein „sich ans Leben zu kämpfen“. Ob dein Leben wirklich gelingt, beginnt bereits bei der Geburt

Wo bleibt der Raum für das liebe zärtliche Willkommen heißen, wo bleibt die Möglichkeit, daß Frau selber entscheiden kann, in welch schöner Atmosphäre sie ihr Baby hhineingebären will….wo bleibt der Respekt für der Würde der Frau und ihrer Lebensfunktion als natürliche Lebensspenderin…???

Noch sind einige Geburtshäuser da, mit schönen Willkommensbereichen, doch Wartelisten sind lang, Hebammen werden allmählich weggedrängt, Geburtskliniken werden weggerechnet…..Geräte sollen geburtshelfende Frauen ersetzen  und haben sie teil schon ersetzt……Geschäftsscouts beginnen die gebärenden Frauen zu umgarnen..

Ist es das, was wir wollen…?

Es könnte ein Anfang sein, sich dem Thema mit all seiner innewohnenden Frauen-Not und dem Lebensschmerz zuzuwenden…Die Kinder, die kommen werden, werden es uns danken. Hier wird am Wochenende auch über Auswege und Richtungswechsel gesprochen…

Willkommen im Leben,
Geburt und Bewußtsein..
Jetzt am kommenden Samstag und Sonntag in der Max-Plackstraße 7, in 85716 Unterschleißheim
Worum geht es?
Die natürliche Geburt, ein Menschenrecht ? Ein Drittel aller Kinder kommen hierzulande per Kaiserschnitt auf die Welt. Nur 7 % aller deutschen Frauen erleben eine Geburt ohne medizinische Eingriffe. Warum?
Der Beistand einer Hebamme ist essenziell für eine gelingende Geburt. Dennoch steigt Unterversorgung in den Kreissälen. Geburtshäuser und Hebammen haben lange Wartelisten. Die Bewegung für eine selbstbestimmte Schwangerschaft und Geburt wächst www.unsere-hebammen.de.www.doulas-in-deutschland.de/der-ve…/ www.mother-hood.de. http://www.schatten-und-licht.de/ http://www.kaiserschnitt-netzwerk.de/ eine Auswahl

Am Samstag den 22 April von 10 bis 18 Uhr
10 bis 10.45 Einführung mit Kurzfilmen Susanya Manz
11 bis 12.45 Melanie Pfaffenberger lädt ein zu einem interaktiven Vortrag. Was für Erwartungen verknüpfen wir mit Geburt und Elternschaft? Was ist zu tun, falls alles dann doch ganz anders kommt?
Melanie Pfaffenberger ist Gestalt und Traumtherapeutin und arbeitet im Frauentherapiezentrum.
http://ftz-muenchen.de/ Mutter zweier Töchter.

13 bis 14.45 Hebammensprechstunde mit Frieda Schwanner. Kommen Sie mit ihren Fragen und hören sie aus der Praxis einer sehr beschäftigten Hebamme. http://fraueninbewegung.info/

15 bis 18 Uhr Woran erkenne ich das Traumaenergie im Körper gespeichert ist? Es ist nie zu spät für eine gute Geburt. Heilungswege und Rituale
Gudrun Indlekofer, Pränatale Körpertherapeutin nach Franz Renggli
www.geburt-und-leben.com/kurse-seminare

Sontag 10 bis 16 Uhr
WillkommensKULTUR
10 bis 12.15 Susanya Manz, Gudrun Indlekofer, Hubert Hagl
Eine Bilderreise zur kulturellen und spirituellen Bedeutung des Mensch werdens in verschiedenen Gesellschaftsformen. Vom sakralen Akt der Ermächtigung zum lukrativen Geschäftsmodell durch Entmündigung. Wie hängt unser Reifen im Mutterleib und das Geboren werden mit der Entwicklung unseres Selbstbewusstseins , unserem Sein in der Welt, im menschlichen Miteinander zusammen?
12.30 bis 16 Uhr Einladung zu einer Reise in außergewöhnliche Bewusstseinszustände durch Holotropes Atmen. Es können vorgeburtlich , gespeicherte Körpererinnerungen freisgesetzt werden und in symbolische Bilder auftauchen, sich neue Dimensionen unsers Seins erschließen.
www.stanislavgrof.com http://www.holotropes-atmen.de/

Hubert Hagl begleitet sie als erfahrener „Psychonaut“, als Therapeut auf dieser Reise.

Diese 2 Tage sind ein Angebot auf Spendenbasis da uns allen dieses Thema sehr am Herzen liegt. Das Geld, nach Abzug der Kosten, investieren wir in ua in das crowdfunding für den Film www.die-sichere-geburt.de. von Carola Hauck.

Bitte melden sich sich an, damit wir uns auf sie einstellen können. Nutzen sie die email, mir ihre Fragen und Anregungen zukommen zu lassen susanya@achtsamen.de oder rufen sie mich an
0176 31 48 1581

 

 

 

Gibt es in uns ein Verlangen, die eigene Freiheit zu erkennen ?

Es gab eine Zeit, die des paulinischen Christentums, da wies das Christentum im Ostergedanken die Menschen an, vor allem Dinge auf die Auferstehung des Christus Jesus zu schauen, nicht auf seinen Tod. Die Auferstehung, der Triumph über den Tod, die Überwindung des Todes-das ist es, was als Ostergedanke in der ersten Form des Christentums vorhanden gewesen ist.

Im Laufe der Jahrhunderte zog der Materialismus immer mehr in die Staatsreligion ein und es entstand das Bild des Jesus Christus als des Gekreuzigten,des  Leidenden, als des Menschen, der in Schmerzen vergeht…das im Schmerz wühlen war über die Zeitalter hinweg der Karfreitagsgedanke. Der Karfreitagsgedanke rückte in den Vordergrund und die Auferstehungsmysterien waren allmählich zurückgetreten. Erst nach diesem Marterbild-Kontrast, folgte der eigentliche Ostergedanke.

Doch was es heute mehr denn je braucht, ist das Bewusstsein, dass der lebendige Geist  immer siegen muss über das, was im physischen Körper geschieht. Wir brauchen den wahren Ostergedanken, den von der gelungenen Auferstehung, wir brauchen den wahren Christus, das Erwecken des göttlichen Geistes in uns und die Erkenntnis, dass der Christus geistiger Art ist und dennoch in die irdische Entwicklung hineingezogen wird. Aus physischer Sicht ist es schwer oder nicht verständlich. Aus geistiger Erkenntnis heraus allerdings ist es  verständlich.

Geistige Erkenntnis verhilft uns dazu, das Geistig Ewige im Menschsein anzuerkennen und von seinem Unberührtsein durch die Welt zu wissen. In dieser Art sollten wir uns wieder an den eigentlichen Ostergedanken erinnern, auf dass es ein innerliches Fest werde, ein Fest, in dem wir für uns selber den Sieg des Geistes über unseren physischen oder leiblichen Körper feiern.

Wir brauchen in uns wieder denjenigen Christus, den wir nicht als den Leidenden anschauen,sondern als den, der da „schwebt“ oberhalb des Kreuzes und der auf das Wesenlose am symbolischen Kreuz hinunter schaut. Wir brauchen wieder das starke Bewusstsein von der Ewigkeit des Geistes, was wir in Wahrheit sind.

In dem Sinne, lasst uns wieder erkennen, dass die Todesstimmung des Karfreitags nur die eine Seite des Menschlichen ist, das sterbliche Menschsein. Der andere Pol ist auch da, es ist das Ewige im Menschsein, das Geistige, das Göttliche, das Unzerstörbare, der Christus.

Es ist an der Zeit, die Auferstehung  jetzt zu einem Welt-Ostergedanken zu machen, indem eine genügend große Anzahl von Menschen empfinden, daß der Geist innerhalb heutigen Zivilisation wieder auferstehen muss. Suchen wir das Verlangen in uns nach der Erkenntnis unseres eigenen Willens, der Erkenntnis unserer eigenen Freiheit, nach der Natur unseres  Willens, die uns über die Pforte des Todes hinausträgt, hin zu dem Gedanken von der Auferstehung des Geistes….mögen wir das geistige Schauen nutzen, um die Wahrheit zu erkennen.

Ich wünsch dir einen geisig reichen Ostersonntag.

 

Aufbrechen in Neues, der Moment der Entscheidung und der Freiheit

Die eine Seite:  In der Natur  lugt jetzt an Zweigen und Ästen das Neue hervor,  erste Knospen zeigen sich.  Aus dem noch kühlen Mutterboden kämpfen sich  Frühjahrsblüher in Richtung Sonne durch. Es riecht nach Aufbrechen,  nach Wachstum, nach Entfaltung, ..nach Werden. Mutig reckt sich das Neue hervor, Mutter Natur gebiert neues Leben..

Die andere Seite:  in unsere kleine, mühsam verteidigte Privat-Welt  dringt mehr und mehr dieInfo-Flut von Unatürlichem, Lebensfeindlichem und gewaltvoller Unterdrückung hinein.   Egal wohin wir flüchten, kaum können wir dem Zerstörerischen, dem sich hereinbrechenden Chaos, gemischt mit zunehmenden Bildern von Gewaltvon und dem sterbenden Alten noch entfliehen… und mit voller Wucht erreicht das Bekämpfen und respektlose Benutzen vor allem die, die die Hüter des natürlichen Lebens sind, die Frauen….

Weltweit haben die Proteste der Frauen gegen die  Unterdrückung des Lebens und für würdevolles Umgehen miteinander zugenommen. Mutig und mit einer kraftvollen marsianischen wilden Entschiedenheit stehen Frauen für ihre Werte ein, für Bildungszugang, Unversehrtheit, Mitspracherecht, Ebenbürtigkeit. Übrigens, Protest kommt aus dem Wort Prostare und beinhaltet eintreten für die eigenen Werte in Zeiten des Wandels.

Was frau vor allem jetzt dient, ist  der Mut hinzuschauen, um dann neue Entscheidungen zu treffen, der Mut, aufzustehen, für Besseres und Wert-volles Leben  einzutreten.  Das Erdulden beenden. Will ich mich von dem alten Zustand, dem leblosen Ausharren in einer Welt, wo es kein natürliches  achtsames Sein mehr gibt, wo meine Entfaltung  gewaltsam verhindert wird, trennen?, oder will ich da bleiben, weil mir das Gewohnte eine scheinbare Sicherheit vorgaukelt…Jede dieser  Entscheidung ist letztendlich eine Entscheidung für oder gegen das natürliche Leben.Meine Entscheidung ist es, was meine wirkliche, meine innere Freiheit ausmacht.  Mein couragiertes Einstehen für meine lebendige Weiterentwicklung, für meine Vision von einem sinnerfülltem Leben, einem respektvollem achtsamen Miteinander ist ein „Ja“ zum Leben  und ist ein  „Nein“ zu dem gewaltvollem Zerstörerischem, ein Nein zur Hemmung und zur Unterdrückung.

Ja, es bedarf Mut, es bedarf  einem beherzten Erheben, einer  Courage, es braucht couragiertes Einstehen für das, was das Leben lebenswert macht. Die Kraft der Frühjahrsnatur, (schön versinnbildlicht im den Tierkreiszeichen Widder und Stier) lehrt uns, dass diese  Lebenskraft auch bedeutet sich kraftvoll-durchdringend dem Neuen zuzuwenden..Leichter wird es, wenn wir uns gegenseitig unterstützen, die frühlingsgerechte lebenerzeugende unduldsame Amazonenkraft, das Wilde Kraftvolle in uns erwecken, gemeinsam Kraft schöpfen,wenn wir Klarheit haben, wohin wir Aufbrechen wollen, welche Motive uns antreiben und wie wir uns gegenseitig am besten unterstützen können.

Was in mir möchte werden, was möchte von mir belebt werden, wohin zieht es mich ?

Welcher Spur folge ich? Wie rüste ich mich sinnvoll für meinen Aufbruch in´s Neue?

Was trägt mich, worauf kann ich mich stützen? Was lasse ich hinter mir…

All diesen Fragen und mehr werden wir uns im Seminar „ Courage und Grenzgängerin“ widmen. Unser gefundenen Antworten helfen dir, deinem eigenen Pfad zu folgen, die Amazone, die wilde ungezähmte Frau in dir mit Leben zu erwecken, um dann kraftvoll und entschieden für deine eigene Lebensspur einzustehen, unangebrachte  Frauenrollen zu verlassen, Klischees nicht mehr zu bedienen und dein Werden selber zu gestalten…

Vom 29.. April bis zum 1. Mai „Courage und Grenzgängerin“  für Frauen, die MEHR wollen….

Leitung. Susanya Manz und Angela Paschold

Denn: „Ohne Zivilcourage sind alle anderen Tugenden nutzlos.“ – Edward Abbey, und Courage und Zivilcourageist das, was uns hilft ein lebendiges lebenswertes Morgen zu erschaffen

Info und Anmeldung: Angela Paschold,  angela.paschold@gmx.de

 

 

 

Ich hoffe, daß wir immer wieder Wege zueinander finden werden….

Ich hoffe, daß wir immer wieder Wege zueinander finden werden, und daß wir bereit sind, auch Schmerzen und Enttäuschungen auf uns zu nehmen, um das Wunder der Begegnung zu erleben….

Ich hoffe, dass wir  nicht nur miteinander teilen, weil es ökonomisch sinnvoll ist, oder unser Gewissen entlastet, sondern weil wir von Herzen  lieben und weil wir uns selbst im anderen erkennen.

Ich hoffe, dass wir uns immer wieder der Verzweiflung, dem Wühlen im Negativen, dem Zynismus verwehren, daß wir uns nicht bei der Zerstörung aufhalten, damit es ein lebenswertes  Leben geben kann.

Ich hoffe, daß wir mehr und mehr auf die Kraft der Hoffnung setzen, weil wir begriffen haben, daß wir, jeder von uns, mit unseren Gaben wichtig sind, um dem Leben eine neue Chance einzuräumen, gerade dann, wenn Zerstörung sich ausbreitet….

Ich hoffe, daß wir einander helfen, für die Art des Zusammenseins einzutreten, die die Liebe zum Leben und zur Liebe zum Ausdruck bringt….

Ich hoffe, daß es uns gelingt einander tiefer zu lieben, auch wenn wir nicht alles aneinander verstehen, daß wir lernen keine Bedingungen an diese Liebe zu knüpfen…

Hoffen heißt für mich, mich auf die ich-mach-mir-meine-weltSeite des Lebens zu stellen, der gestaltenden Kraft der Liebe zu vertrauen und schon bereits in mir, in meinen Gedanken, Reaktionen von dem Glauben auszugehen, daß das Leben und die Liebe gewinnen wird. Hoffen ist für mich eine Sache der Entscheidung. Nicht weil ich blauäugig bin,oder die Augen vor dem vielen Lieblosen und Zerstörerischem verschließe,  sondern weil ich erfahren habe, daß ich dadurch dem Leben die besten Chancen einräume, sich durchzusetzen, daß ich nur so dem Leben und die Liebe eine Chance geben, daß das Entwicklungsfähige keimen kann.

Hoffnung zu haben, wenn das Leben rosig ist, wenn alles wie geschmiert läuft, wenn es aufwärts geht, das ist leicht. Ja, es ist um einiges schwerer, zu hoffen, wenn es dunkel um uns ist. Doch gerade dann haben wir die Hoffnung nötiger denn je. Dann, wenn wir Mauern um uns gezogen haben, wenn wir weggetaucht sind in eine wabernde Schicht der Resignation, wenn wir mit leeren Augen aufgeben wollen, wenn uns unsere unangenehmen Umstände keinen Grund zur Hoffnung geben…gerade dann sollten wir die Entscheidung treffen, trotz aller Umstände zu hoffen, den Blick auf das gerichtet halten, was noch werden kann…

Indem wir das Hoffen immer wieder üben, setzten wir damit gleichzeitig den Samen der Veränderung,wir gewähren dem Leben Einlaß, wir öffnen uns der Kraft, ein Wagnis einzugehen, Herausforderungen anzunehmen, Aufzubrechen, der Veränderung Raum zu geben, die göttliche Schöpferkraft frei zu setzen.

Ich wünsche dir Mut zu hoffen, zu wagen und die Kraft  die Herausforderung der Veränderung anzunehmen.

Vom 29. April bis zum 1. Mai findet im Frankfurter Raum das Seminar “ Courage und Zaunreiterin“ statt. Hier ist eine Einladung an dich Frau..eine Einladung „Aufzubrechen“, dich vor zu wagen, dich zu entfalten, dich zu entdecken… Courage kommt aus dem Mut des Herzens und eine Zaunreiterin ist eine Aufbrechende eine Wagende..es ist der wilde ungezähmte Aspekt in uns Frauen, der uns hilft, daß wir uns in neue Bereiche aufmachen, daß wir unserem inneren Impuls folgen. Gemeinsam wollen wir dies erforschen, wo wollen wir hin, nach welchen neuen Erfahrungen sehnen wir unss, was sind wir bereit zu verlassen, was benötigen wir, um aufzubrechen…was unterstützt uns dabei….

Komm mit uns gemeinsam auf Forschungs und Ent-wicklungsreise um dich selber und die Kraft, der gemeinschaftlichen Verbindung zu erfahren und auch genießen.

Seminarleiterinnen: Susanya Manz und Angela Paschold

Bis du an weiteren Informationen interessiert, schick uns einfach eine kurze mail oder meld dich telefonisch. Dann bekommst du die Informationen, die du benötigst.

Von Herzen

Angela

WAGEN: Ich wage Neues, weil ich im Alten nicht mehr leben will

Wie oft warten wir auf etwas, daß sich etwas ereignet, daß sich äußere Umstände verändern, daß sich mein Leben verbessert, daß wir wieder glücklicher sein werden, oder freudiger, besser verstanden werden, mehr geliebt werden, etc etc. Wir sind dabei aber passiv,wir warten, lassen das Leben an uns geschehen und sind dann zutiefst enttäuscht, daß doch alles im alten Trott weiter geht. Wir klagen Gott, die Umstände, die Politiker, den Chef, unsere Herkunft oder was auch immer an. Manchmal still getarnt und unausgesprochen,weisen wir  in unserem Inneren Anderen die Schuld für unsere Erfahrungen zu. Manchmal empören wir uns auch lautstark und zeigten deutlich mit dem Finger auf den “ Verursacher“ unserer unangenehmen Erfahrungen. Dabei werden wir immer negativer, verbiesterter, doch die gewünschte Veränderung tritt nicht ein.

Doch alle wirkliche Veränderungen, so meine eigenen Erfahrungen, sind immer mit einem Wagnis verbunden. Ich muss etwas einsetzen, etwas wagen, etwas riskieren, um über meinen jetzigen Zustand hinauszukommen. Es kann sein, dass ich Ruhe und Sicherheit durch Bestehen auf meine langjährige Sichtweise aufgeben muss. Vielleicht muss ich das Risiko auf mich nehmen, Gewohnheiten zu verlassen, das gewünschte Verständnis meiner Liebsten nicht zu bekommen, mich vielleicht sogar zu blamieren… Wage ich in  Beziehungen einen neuen Schritt, ein offenes Wort, kann vielleicht erst einmal Spannung entstehen oder die Beziehung geht vielleicht sogar auseinander…vielleicht bedeutet es auch den Verlust des Anderen.

Aber ohne das Wagnis, geht kaum etwas voran. Wir bleiben Gefangene unserer Angst unserer Passivität, wir folgen alten bekannten Mustern oder leben nur das, was „man“ von uns verlangt.

Wagen heißt glauben, daß es eine Entwicklung zum Besseren gibt, daß eine  Entwicklung zur Reife möglich ist und daß aus dem Verlust des Alten etwas Neues, ein Gewinn werden kann. Indem wir etwas wagen, ein Wagnis eingehen, Courage zeigen,aufbrechen erschaffen wir uns selbst die Erfahrung, dass wir etwas verändern können…wir setzen uns Veränderungen aus, stellen uns Herausforderungen..

maedchen

Alles, was wir dazu benötigen ist schon in uns, es möchte nur noch geboren werden. Alles, was dabei hilfreich ist, ist ein bissle Unterstützung, um den Mut zu finden aufzubrechen.

Vom 29. April bis zum 1. Mai findet im Frankfurter Raum das Seminar “ Courage und Zaunreiterin“ statt. Hier ist eine Einladung an dich Frau..eine Einladung „Aufzubrechen“, dich vor zu wagen, dich zu entfalten, dich zu entdecken… Courage kommt aus dem Mut des Herzens und eine Zaunreiterin ist eine Aufbrechende eine Wagende..es ist der wilde ungezähmte Aspekt in uns Frauen, der uns hilft, daß wir uns in neue Bereiche aufmachen, daß wir unserem inneren Impuls folgen. Gemeinsam wollen wir dies erforschen, wo wollen wir hin, nach welchen neuen Erfahrungen sehnen wir unss, was sind wir bereit zu verlassen, was benötigen wir, um aufzubrechen…was unterstützt uns dabei….

Komm mit uns gemeinsam auf Forschungs und Ent-wicklungsreise um dich selber und die Kraft, der gemeinschaftlichen Verbindung zu erfahren und auch genießen.

Seminarleiterinnen: Susanya Manz und Angela Paschold

Bis du an weiteren Informationen interessiert, schick uns einfach eine kurze mail oder meld dich telefonisch. Dann bekommst du die Informationen, die du benötigst.

Vom Geistigen Frieden und meiner Suche nach etwas Wilderem

Im vorherigen Blogartikel über den Wandlungskreislauf und den Jahreszyklus schrieb ich auch von der“ Wilden Weiblichen Seelenkraft“, die wir in uns wiederfinden können. Was ich damit meinte ist, daß es bei aller spirituellen Reife in mir auch noch etwas anderes gibt, etwas Wilderes…dieses Wildere in mir, das bezeichne ich hier mit “ Wilder Weiblicher Seelenkraft“.  Warum ich in dem Zusammenhang das Wörtchen „auch“ in die Überschrift reingesetzt habe? , weil es für mich kein entweder Geistiger Frieden oder das Wilde gibt, sondern, daß beides zusammengehört, um in meine ganz eigene lebendige individuelle Ganzheit zu kommen.
Und nein, es geht mir nicht um ein neues spirituelles Konzept, um ein neues Entweder/Oder, nein, ich philosophiere hier nicht, über eine neue fragmentarische Religion…mein fühlendes Denken hier bewegt sich in die Richtung Sowohl-als-Auch.
Intensiv folgte ich in den letzten Jahren dem spirituellen Weg, von dem ich mir erhoffte, dass er mich in den Geistigen Frieden bringt. Buddhismus, Taoismus, Gnostizismus…Kurs in Wundern, Christentum, Quantenphysik u.s.w.. Obwohl diese geistigen Wege mein Bewußtsein für Frieden und die Freude der Ewigen Gegenwart und auch von Gottes Liebe öffneten und mich auch lehrten, mich vereint  mit allem zu betrachten, scheinen sie mir zu trocken oder auch einseitig, von der Ganzheit menschlicher Erfahrung noch weit entfernt zu sein. Als Ergänzung zum Geistigen Frieden suchte ich nach etwas Wilderem, nach etwas, was meiner Sehnsucht nach Bedeutung ,meines einzigartigen Lebens und den heiligen Mysterien gerecht geworden wäre oder das mir geholfen hätte, die Natur des menschlichen Bewusstseins tiefer zu verstehen.
Ich stolperte über das untenstehende Gedicht von David Whyte. Seine Botschaft erschütterte mein spirituelles Weg-Konzept und das beeindruckte mich…ich forschte und ich suchte weiter..
Heute weiß ich, dass spirituelle Entwicklung sich nicht über einen, sondern zwei Bereiche definiert. Beide unterscheiden sich voneinander und dennoch ergänzen sie einander. Gemeinsam bilden sie ein Ganzes, einzeln sind die spirituellen Wege jedoch unvollständig.
Einer dieser spirituellen Wege wendet sich aufwärts dem Licht zu. Er hilft uns, aus den Interpretationen es weltlichen Egos auszusteigen und die innere Ruhe mit dem Einssein der Schöpfung erfahren. Er führt uns zu unserem Eins-Sein mit allem. Es ist der geistige Pfad, der dich in die geistigen hellen Höhen bringt.
Der Pfad, der Wilden weiblichen Seelenkraft, widmet sich der Erforschung des anderen spirituellen Weges. Dieser Weg führt uns hinab in das dunkle Zentrum unseres individuellen Selbstes und zu den fruchtbaren Mysterien der Natur, hinab zu dem weichen warmen atmenden  Tier in uns, dem tieferen Sinn des Menschseins. Diese Abstiegsreise bereitet uns darauf vor, in der Welt zu leben, die so sehr unseres Wandels bedarf, wie Whyte es in seinem Gedicht ausdrückt.Diese Reise zeigt uns, wo unser Standpunkt ist und wie wir diesen auf unsere ganz eigene einzigartige Weise einnehmen können. Wir erheben uns auf dieser Reise nicht hinauf zum Himmel, sondern fallen nach innen, in das Zentrum unserer Sehnsucht.
Die ganzheitliche Spiritualität bedeutet, dem Ruf zu folgen,den Aufstieg und den Abstieg miteinander zu verweben, um auf dieser Weise das Gleichgewicht zwischen oben und unten herzustellen. Aufzusteigen in die grenzenlose Leere des Raumes, dorthin in die obere Welt zu reisen, um dich mit den lichtvollen Ebenen zu vereinen. Ebenso steigst du, dem Rufe deiner Seele lauschend  in deine eigene Tiefe, in deine Wildnis hinab, du begibst dich auf deinen Seelenpfad, der dich zu deinen Schatten und zur Dunkelheit führt.
Die wahre Natur des Seins, deine wilde weibliche Seelenkraft,die Göttin in dir, will viel, vielleicht sogar alles:Sowohl die Dunkelheit des unendlichen Falles als auch dieses Steigen des lichtzitternden Spiels. Sie weiß, dass sie nicht gut sein muss, dass sie nicht um der Buße willen, meilenweit auf Knien durch die Wüste gehen muss. Sie weiss um ihre eigene Gottheit, ist darin eingewoben und verbunden und sie  läßt das weiche Tier ihres Körpers lieben, was es lieben will.
Von Herzen für dich
von, Angela
David Whyte, aus Self-Portrait“ in Fire in the Earth
„Es ist mir gleich, ob es nur einen Gott gibt, oder viele.
Ich möchte wissen, ob du dazu gehörst oder dich verlassen fühlst.
Ob du Verzweiflung kennst, oder sie in anderen erkennen kannst.
Ich möchte wissen, ob du bereit bist, in dieser Welt zu leben, die so sehr deines Wandels bedarf.
Ob du mit festem Blick zurückschauenund sagen kannst: hier stehe ich.
Ich möchte wissen, ob du weisst, wie du mit dieser heftigen Lebenshitze verschmelzen kannst, um zur Mitte deiner Sehnsucht zu fallen.
Ich möchte wissen, ob du bereit bist,Tag für Tag mit den Folgen der Liebe und mit der bitteren unerwünschten Leidenschaft deiner sicheren Niederlage zu leben.
 
Ich habe gehört, daß in dieser heftigen Umarmung sogar Gott von Gott spricht“
 

Wandlungskreis: Der Jahreszyklus als weiblicher Initiationsweg

Der Jahreszyklus ist ein Symbol für die weibliche Kraft, für die wahre Natur des Lebens und des  natürlichen Kreislaufs vom Werden und vergehen allen Seins. Der Jahreskreis in seinen vielgestaltigen Varianten ist ein symbolträchtiger Kreislauf in dem unterschiedliche Gestaltkräfte in unterschiedlichen Zeit-Orten bestehen und dort auch wirken.Die Mondenergien in den Gezeiten rufen uns in den Gezeitenwandel.

In vielen Teilen der Welt wird der Jahreskreismit seinene Jahreskreisfesten  gefeiert, genutzt, gespielt und zelebriert. Er beschreibt in seinem Anliegen den Prozess des Werdens und Vergehens aller materieller Formen und Substanzen. In den nachfolgenden Seminaren bewegen wir uns  im Jahreskreis um ihn als Initiationsweg für Frauen zu nutzen.Denn  Frauen erreichen ihre Ganzheit und ihren Einklang mit dem Gesetz auf andere Weise als Männer…

Wenn wir Frauen  es in uns wieder greifbar machen können, dass Frauen sich als Spiegelbild des Ganzen erfahren und ihren eigenen Gesetzen nachgehen, dann gelingt es uns, den Weg als Frau zu gehen, das uralte Wissen der Frau wieder zu erinnern und  handhaben zu lernen. Dem Jahreskreis folgend können wir Frauen diesen initiierenden Jahreskreis folgen und unsere eigenen unterschiedlichen Gestaltkräfte und Aspekte anwenden und beherrschen lernen.14355013_1164809100249270_5236687598153141255_n

Es geht in unseren Treffen um das Wiedererinnern weiblicher Ganzheit, in deren Verlauf deutlich erfahrbar wird, dass weibliche Kraft die ursprüngliche Quelle der  Einheit in sich trägt. Es geht um die Wahrnehmung, dass alles aus den Frauen geboren wird und alles auch durch die Frau gestorben wird. Die Frau in ihrer Struktur ist das Spiegelbild der Göttin oder der Ganzheit.

Es sind acht wichtige Feste, die im Jahreskreis seit vielen Zeiten und in den verschiedenen Religionen zelebriert werden.

Wir betreten im zeitigen Frühjahr den Jahreszyklus mit dem Imbolg, dem Lichtfest, dem Fest der heiligen Brigid .Imbolg ist eines der Mondfeste, das am 2. Februar bzw. am nächstliegenden Vollmond gefeiert wird. Imbolg heißt „im Bauch“, es steht symbolisch für das Heranreifen der Samen im Mutterboden und die herannahende Fruchtbarkeit. Dieses Fest wird im keltischen Raum auch als Brigid bezeichnet, da zu diesem Jahreszeitenfest  die Lichtgöttin Brigid verehrt wird. Brigid oder Brid ist die Göttin der jungfräulichen Fruchtbarkeit, durch sie gedeihen die geschmiedeten Pläne. Es ist das Fest der Initiation, Inspiration und der Freude über das zunehmende Licht.

Beltane wird in der Nacht zum 1. Mai bzw. an dem nächstliegenden Vollmond gefeiert. Es ist ein Fest des Lichtes, der Ekstase und der Sinnlichkeit. Gefeiert wird da die Rückkehr des Lebens und Fruchtbarkeit in der Welt. Als Ausdruck der Freude werden Blumenkränze gebunden. Der traditionelle Sprung über das Feuer soll den richtigen Partner oder Glück in Beziehungen bringen. Die Wahl einer Maienkönigin symbolisiert die Verehrung der großen Mutter Göttin, welche die Fruchtbarkeit spendet. Das Errichten des Maibaumes symbolisiert u.a. den Weltenbaum, durch dessen Welten die Schamanen und Hexen (auf ihren Besen) in ihren magischen Flügen reisen.

Litha, auch Mittsommer genannt, ist das Fest zur Sommersonnenwende und findet um den 21. Juni statt, es ist der längste Tag des Jahres und markiert den kalendarischen Sommerbeginn. Es ist der strahlende Höhepunkt des Jahres. Die Zeit des Wachstums verspricht eine baldige Ernte. Die geschmiedeten Pläne zeigen erste Resultate und die Kräfte sprießen mit der Kraft der Sonne. Mittsommer ist die Hohe Zeit des Jahres und somit die Zeit der Vermählung und der Versprechen. Spezielle Mittsommernachtskräuter werden gesammelt und unter das Kopfkissen gelegt um Visionen über Zukünftiges in den Träumen zu empfangen. Dieses Fest steht trotz seines Jahreshöhepunktes auch im Zyklus des wieder Vergehens, denn nach dem Höhepunkt des Jahres folgt nun bereits das abnehmende Sonnenjahr und die Tage werden wieder kürzer. Damit symbolisiert dieses Fest den  Aspekt des Fließens und des Erkennens, daß das Leben kein Zustand, sondern ein Vorgang ist. Alles fließt, nichts steht still.

Das Korn- oder Schnitterfest findet traditioneller Weise am 1. August bzw. am nächstliegenden Vollmond statt. Der kelto-irischer Name für dieses Fest ist Lughnasadh, Lugh ist ein Feuer- und Lichtgott, sein Name könnte zurück auf das lateinische Wort Lux = Licht zurückzuführen sein. Es ist die Zeit wo die Früchte der Göttin Demeter geerntet, die Korn-Ernte eingefahren, Brotleibe aus dem frischen Korn gebacken und als Dank der Erde übergeben werden. Strohpuppen werden angefertigt und mit Zaubern versehen, um Wünsche zu erfüllen, wenn sie dem Feuer (Lugh) übergeben werden. Dieses Fest leitet den Herbst langsam ein, die zu Jul geschmiedeten Pläne haben sich verwirklicht und tragen, so wie die Jahreszeit, Früchte. Es ist die Zeit des Reichtums an Nahrung, aber auch die Zeit des beginnenden Rückzugs der Kräfte der Natur.

Die Herbsttagundnachtgleiche ist um den 21. Septemberund  leitet den kalendarischen Herbst ein. Sie markiert die Vollendung der Ernte. Das deutsche Wort Herbst bedeutet ursprünglich Ernte. Die Zeit der Reife der Früchte der Natur wird gefeiert, bevor sich die Kräfte der Natur zurückziehen und die Tage kühler und kürzer werden. Im abnehmenden Sonnenjahr ist es das letzte Gleichgewicht von Tag und Nacht. Und nun beginnt der Abstieg in die Unterwelt, die letzten Sonnenstrahlen wärmen nur noch spärlich und die unabwendbare kalte und dunkle Jahreszeit steht bevor. Die Blätter der Bäume verfärben sich und fallen zu Boden, die Zugvögel ziehen davon, Wintervorräte werden angelegt

.Der kelto-irische Begriff Samhain bezeichnet den Beginn des keltischen Winters am Vorabend des 1. November bzw. zum nächstliegenden Neumond. Das alte Jahr liegt im Sterben, das neue Jahr ist noch ungeboren. Die Schleier in die Welt der Toten sind sehr dünn und durchlässig. In dieser Nacht suchen die Geister der verstorbenen Seelen und Ahnen die Lebenden auf, sie wärmen sich am Samhainfeuer und die Lebenden können mit ihnen kommunizieren. Samhain ist ein Fest des Opferns, der Zukunfts- und Innenschau, des Zauberns und der Rekapitulation des alten Jahres, aber auch ein Fest des trotzigen Bekenntnisses zum Leben. Angesichts der nahenden Finsternis werden das Leben und die Fruchtbarkeit durch reichlich Essen und Trinken und fröhlich ausgelassenem.Die verstorbenen Seelen werden eingeladen, sich daran ebenso zu laben wie die Lebenden.

Die Dunkelheit überwiegt zwar noch, doch die Wintersonnenwende, um den 21. Dezember, leitet den kalendarischen Winter ein und führtnun  wieder zum Licht. Es ist ein uraltes Datum, an welchem schon in der frühen Antike die Wiedergeburt der Sonnengötter gefeiert wurde. Die weihnachtliche Geburt von Christus wurde auf dieses Datum gelegt, um Christus in eine Linie mit den anderen Sonnengöttern zu bringen. Jul ist eine Zeit des Rückzugs und des Schmiedens von neuen Plänen. Es ist die Zeit der Erneuerung und Reinigung. In der germanischen Mythologie markiert Jul den Beginn der zwölf darauffolgenden Raunächte, in denen Wotan mit seinem Gefolge, in wilder Jagd, übers Land wütet und mit Stürmen alles Alte hinwegfegt um Platz für das neue fruchtbare Jahr zu machen.

Zu all diesen Zeiten trafen sich die Frauen, um dem Wandel der Gezeiten zu folgen. Es ist ein alter heiliger Pfad auf den wir uns da gemeinsam begeben. Gemeinsam mit meiner wundervollen Kollegin und Seelenschwester Susanya Manz, laden wir dich ein, diesem Pfad gemeinsam zu beschreiten.Vier mal im Jahr kommen wir zusammen. Wir treffen uns, um uns der Reifestufen bewusst zu werden,die einhergehenden Anfoderungen i n unsgemeinsam  anzunehmen und die Kräfte der Gezeiten und des Wandels in uns freizusetzen, um sie zu nutzen.

Folgende Seminare, die jeweils im hessischen Vogelsberg, Feldatal, und in der Wetterau, Cleeberg, stattfinden, werden dich dabei unterstützen, dich wieder mit deiner wilden weiblichen Seelenkraft zu vereinen.

Vom 28. April bis zum 1. Mai gebären wir in uns die Zaunreiterin. Eine Zaunreiterin ist eine Aufbrechende, es ist der Aspekt der Frau in uns, die sich in die Wildnis, in neue Bereiche, ins Grenzland aufmacht, es ist die Grenzgängerin in uns, die neue Erfahrungen,neue Herausforderungen sucht, um ihr eigenes Wachstum zu unterstützen.

Vom 2. Juli bis zum 8. Juli weben wir miteinander ein Frau tragendes Netz und setzen uns selbst mit  all unseren Gaben in den Mittelpunkt. Es ist die Zeit des freizügigen Verschenkens und des üppigen Empfangens, des füreinander-Daseins und des Unterstützens für die nächste Etappe in der die garben geschnitten wurden. die Göttin bereitet ihre Reise in die Unterwelt vor. .

Die Tage vom 21. bis 24. September sind uns heilig, denn wir betreten den Raum des Reifens, des Abwägens, was darf ich ziehen lassen, was verbindet sich mit mir, um zu Neuem zu werden. was möchte ich der Göttin opfern, damit das Leben weitergehen kann.?

Vom 28. bis zum 2.Januar suchen wir den Raum der Prophetin auf, um den symbolträchtigen Spuren der intensiv raunenden Rauhreifzeit zu folgen und schon einen Blick auf die neuen Samen zu erhaschen.Es ist die Zeit des  Ansammelsn aller Kräfte damit aus der Dunkelheit der unterwelt das neue Licht geboren werden wird.Die Göttin durchschreitet das Tor des Jahres und offenbart sich nun selbst, sieist die Dreiheit und  hat alle Aspekte ihres Wesens durchlebt.

Ein weiteres Momentum für unser ganzheitliches Frausein stellt der Jahreszyklus der Mondgöttin dar. In diesem monatlichen Neumond-Treffen begegnen wir Kali, auch als schwarze Mutter bekannt, wir lernen und erfahren, dass wir alle  Aspekte unserer Weiblichkeit und der Schöpfung benötigen, um uns ganz zu fühlen. Die 13 Monde des Jahres weisen uns dabei den Weg, wie die dynamische Urordnung vom gebären, erhalten und zerstören die Weltordnung aufrecht erhält.

Von Herzen laden wir dich ein, den Weg zu unsere wahren weiblichen Natur gemeinsam,  zu beschreiten.

Von Herzen und mit Liebe geschrieben

Angela

 

 

Wie echt erlaubst du dir zu sein oder „glänzt“ du lieber durch Zurückhaltung

13418981_1214518828592410_6968143405548763513_nDu hast Angst davor, deine Empfindung zu offenbaren?, ja welch Alernative hättest du denn?  Du willst deinen Wunsch nach Nähe einfach weiterhin für dich behalten, weil du niemandem zur Last fallen willst? Meinst du, es sei eine gute Idee, dein Bedürfnis nach Verbindlichkeit in die letzte Ecke zu verbannen, weil du niemanden einengen willst? Macht es dich wirklich glücklich, deine Zuneigung einfach ‘ runter zu drücken, weil du niemandem sein Verständnis von Freiheit madig machen möchtest?…Bringt es dich an dein Ziel aller deiner Wünsche, dich „bedeckt“, deine Gedanken, deine Visionen, deine Sichtweise, deine Sehnsüchte, aber auch deine tiefsten Schmerzpunkte in dir weiterhin gefangen zu halten, um unauffällig, unerkannt,  im Strom der Masse mizuschwimmen…????

Ich wünsche dir, dass du deine eigene ganz eigene individuelle  Besonderheit siehst. Nicht im Sinne von Erhebung den anderen gegenüber, sondern im Sinne von deiner ganz eigenen  Individualität, mit all-das-was-dich-ausmacht . Frei von Arroganz, doch mit gesundem Stolz. Ich wünsche dir, dass du dich zeigst, wie du bist. Ob verletzlich, verwirrt, großkotzig, langweilig, überschäumend, ängstlich oder zaghaft. Ganz egal. Unsere Zeit hier auf dem Planeten ist begrenzt, wozu also mit Zurückhaltung „glänzen“?

Es geht nicht um den Jubel oder den Beifall der anderen.  Es geht darum, dass du dein eigenes Echt, das, was dich ausmacht, magst. Und das wünsche ich dir. Dass du genau das magst, dass du mit deinem Echt tanzen magst – und dass du das auch tust. Ob du jetzt hinausstürmst, um da draußen herumzuwirbeln und zu tanzen, ob du einfach auf deinem Sofa abhängst, den Garten mit deiner Lebenslust bevölkerst, ob du traurig und versonnen am Wegesrand hockst, ob du dein Glück in den Häuserzeilen der Großstadt suchst,  oder die Stille in einer Berghöhle…Das ist egal. Ganz egal. Scheißegal. Denn darum geht es nicht, es geht erst einmal darum, dass du dich selber magst. Das hat nix mit egomaner Nabelschau zu tun, das ist eher so etwas wie deine menschliche Verpflichtung.

Ich wünsch dir von ganzem Herzen, daß du in deinem Inneren, dein ganz eigenes Wesen, deinen besonderen Kern, das, was genau dich ausmacht,  findest.

Ich wünsche dir, daß du mit dir vertraut wirst, du eine annähernde Ahnung bekommst, wer du hier in deinem Leben bist.

Ich wünsche dir, daß du magst, was du in dir entdeckst, daß du dir selbst ein ehrliches „Ja“ zuraunen kannst und daß du jeden Tag ein wenig mehr eins wirst mit dir.

Ich wünsche dir, daß du dich voll Freude mit deiner Echtheit dem Tanz deines Lebens hingibst

 Ich wünsche dir, dass du magst, was du mit und in dir entdecken wirst.

Hier für dich den wunderbare Text „Die Einladung“ von Oriah Mountain Dreamer:

„Es interessiert mich nicht, womit du dein Geld verdienst.

Ich will wissen, wonach du dich sehnst und ob du die Erfüllung deines Herzenswunsches zu träumen wagst.

Es interessiert mich nicht, wie alt du bist. Ich will wissen, ob du es riskierst, dich zum Narren zu machen, auf deiner Suche nach Liebe, nach deinem Traum, nach dem Abenteuer des Lebens.

Es interessiert mich nicht, welche Planeten ein Quadrat zu deinem Mond bilden. Ich will wissen, ob du deinem Leid auf den Grund gegangen bist und ob dich die Ungerechtigkeiten des Lebens geöffnet haben, oder du dich klein machst und verschließt, um dich vor neuen Verletzungen zu schützen. Ich will wissen, ob du Schmerz – meinen oder deinen eigenen – ertragen kannst, ohne ihn zu verstecken, zu bemänteln oder zu lindern.

Ich will wissen, ob du Freude – meine oder deine eigene – aushalten, dich hemmunglos dem Tanz hingegeben und jede Faser deines Körpers von Ekstase erbeben lassen kannst, ohne an Vorsicht und Vernunft zu appellieren oder an die Begrenztheit des Menschseins zu denken.

Es interessiert mich nicht, ob das, was du mir erzählst, wahr ist. Ich will wissen, ob du andere enttäuschen kannst, um dir selbst treu zu bleiben; ob du den Vorwurf des Verrats ertragen kannst, um deine eigene Seele nicht zu verraten; ob du treulos sein kannst, um vertrauenswürdig zu bleiben.

Ich will wissen, ob du die Schönheit des Alltäglichen erkennen kannst, selbst wenn sie nicht immer angenehm ist und ob ihre Allgegenwärtigkeit die Quelle ist, aus der du die Kraft zum Leben schöpfst.

Ich will wissen, ob du mit Unzulänglichkeit leben kannst – meiner und deiner eigenen – und immer noch am Seeufer stehst und der silbrigen Scheibe des Vollmonds ein uneingeschränktes „Ja!“ zurufst.

Es interessiert mich nicht, wo du wohnst oder wie reich du bist. Ich will wissen, ob du nach einer kummervoll durchwachten Nacht zermürbt und müde bis auf die Knochen aufstehen kannst, um das Notwendige zu tun, damit deine Kinder versorgt sind.

Es interessiert mich nicht, wen du kennst oder wie du hierher gekommen bist. Ich will wissen, ob du inmitten des Feuers bei mir ausharren wirst, ohne zurückzuweichen.

Es interessiert mich nicht, wo oder was oder mit wem du studiert hast. Ich will wissen, was dich von innen heraus trägt, wenn alles andere wegbricht.

Ich will wissen, ob du mit dir selbst allein sein kannst und ob du dem, der dir in solch einsamen Momenten deines Lebens Gesellschaft leistet, wirklich magst.“

Nimm dir Zeit, Zeit für dein Echtsein.

Es ibt ein wundervolles Sommercamp, das Sommercamp von 2Libe versöhnt e.V. dort kannst dich entscheiden, dein Echtsein  zu üben, aus Rollenklischees auszusteigen und die Wahheit in dir nach außen bringen.   Anmeldenfür das Sommercamp kannst du dich direkt auf der Website. http://www.liebversoehnt.de  Dort   findest du auch alle wichtigen info´s dafür. 🙂

Mit echtem Dank an dich, Angela

Begegnest du jemandem, so lass es eine heilige Begegnung sein

Offensichtlich fällt es uns Menschen leicht, immer ganz schnell jemanden zu finden, mit dem wir ein Problem haben. Einerseits ist es genau dies, was uns eigene unangenehme emotionale Zustände beschert, was uns innerlich  quält , beschäftigt und manchmal sogar bis zu körperlichen Krankheitssymptomen führt. Andererseits zeigt uns jedes Problem, das wir mit einem anderen Menschen haben, nur einen Konflikt, den wir im Inneren haben. Wir haben ihn nur nach draußen projeziert. Was wir an anderen hassen, hassen wir an uns selbst, wo wir andere verurteilen, verurteilen wir uns selbst, was wir an anderen nicht mögen, mögen wir an uns nicht,was wir an anderen ablehnen, lehnen wir an uns ab….wir erschaffen damit innere Blockaden, innere Mauern in uns, in unserem Geist, wir fragmentieren uns selber und spalten Unangenehmes in uns ab. Das hält uns von der Liebe dem Voranschreiten und dem Erfolg in unserem Leben ab.

Der „Kurs in Wundern“, ich liebe dieses Buch, weil es so schonungslos einfach den Weg zurück in die Liebe, zu deiner Essenz, zu deinem Göttlichen Kern zeigt und weil es einen sehr praktischen Weg zeigt, den Frieden zu erlangen, besagt: „Wenn du jemandem begegnest, so erinnere dich daran, daß es eine heilige Begegenung ist. Wie du ihn siehst, so wirst du dich selber sehen. Wie du ihn behandelst, so wirst du dich selber behandeln. Wie du über ihn denkst, so wirst du über dich selber denken.“ (T-VIII. 4:1-4). Beziehungen – und es ist völlig egal, ob es sich um die Familienbeziehungen handelt, die Freundesbeziehung, die Partnerschaft, die Arbeitsbeziehungen –  existieren, damit wir auf dem Weg zu Gott, zur Quelle, zur Einheit oder zum Himmel schneller vorankommen. Und mit dem Himmel, Quelle, oder Gott ist kein Ort außerhalb von dir gemeint, sondern ein Zustand deines Bewußtsein, es ist der Zustand von  völligem Einssein.

SchwäneSo kann jeder Mensch, dem wir begegnen, zu unserem Retter oder zu unserem Kreuziger werden, je nachdem, was wir für ihn sein wollen. Konzentrieren wir uns auf seine Fehler, sein sich schuldig-gemacht-haben, lehnen wir Teile von ihm ab, so treiben wir die Nägel des Selbsthasses tiefer in unser eigenes Fleisch. Denn wir sehen in dem anderen nur, was wir selber über uns denken oder mit uns machen, egal ob es uns bewußt ist oder nicht. Konzentrieren wir uns dagegen auf seine Volkommenheit, sehen wir das Gesicht Gottes in ihm, schauen wir auf seine Unschuld, dann macht uns das frei. Da es keine neutralen Gedanken gibt, führt uns jede unserer Beziehungen tiefer in den Himmel oder tiefer in die Hölle.

In jeder Beziehung lehren wir einander in jedem Moment entweder Liebe oder Angst. Wobei „lehren“ hier im Sinne von aufzeigen gemeint ist. Wenn wir uns mit den Augen der Liebe anschauen, lernen wir, dass wir selber liebenswert sind und wir lernen ebenso aber auch tiefer, umfassender, integrierend zu lieben. Vermitteln wir in unseren Beziehungen, Angst oder Negativität, Ablehnung, Ausschluss oder Ausgrenzung lernen wir Selbstverdammung und wir lernen, uns noch mehr vom Leben zu fürchten. Wir übernehmen für uns, also lernen, immer genau das, wie wir den Anderen sehen. Entscheide ich mich dazu eine andere Person zu segnen, sie zu lieben, werde ich mich schließlich immer mehr gesegnet, geliebt fühlen. Projeziere ich Schuld, Anklage auf eine andere Person, werde ich mich selber immer schuldiger fühlen, mich selber immer mehr anklagen.

Unsere Wahrnehmungen von anderen Menschen geraten oft zum Schlachtfeld zwischen dem Wunsch des Ego nach kritischer Beurteilung und dem Wunsch der Liebe, der göttlichen Liebe, die Menschen so zu akzeptieren, wie sie sind. Geht es  darum Fehler zu finden, dann  ist das Ego ganz groß. Es sucht nach Fehlern in uns und in anderen. Die wahrhafte  Liebe, der Heilige Geist, das Göttliche in uns sucht die Unschuld in uns. Die Liebe sieht auf all das, was wir wirklich sind, sie schaut auf die  vollkommene Schöpfung Gottes. Weichen wir von der Liebe ab, so  sind unsere eigenen Wunden der Grund dafür. Der andere hat nichts verkehrt gemacht und an ihm ist nichts „Falsches“. Es geht immer um meine eigene Heilung.

Dienigen Menschen, die wir nicht mögen, stellen eine Lektion dar, die wir aufgefordert sind, zu lernen. Das, was ich an den anderen ablehne, ist das, was ich in mir ablehne, wo ich mich selber anklage.Wir helfen niemandem, vor allem uns selbst nicht, wenn wir uns als Polizisten des Universums aufspielen. Wenn wir mit dem Finger drohen,  hilft das niemandem. Im Gegenteil, indem wir andere schuldig sprechen trägt das nur dazu bei, daß die Menschen, die wir so wahrnehmen, in der Schuld stecken bleiben. Auch wir selber bleiben darin stecken, daß wir uns selber anklagen. Wir tragen somit dazu bei, dass Unfrieden und  kriegerische Plätze beibehalten werden. Zuallererst einmal in uns, aber auch im Außen. Denn wie lautet doch eines der grundlegenden Hermetischen Gesetze: Wie innen, so außen.

Raus kommen wir aus diesem Irrtum, dieser irrigen Sichtweise durch Vergebung. Vergebung ist ein Erinnern, ein Erinnern daran, dass wir alle in Wahrheit ein Aspekt der Liebe, ein Kind Gottes, ein Teil der göttlichen Schöpfung sind.  In dem Sinne ist Vergebung ein bewußter Entschluß, sich auf die Liebe zu konzentrieren.  Der Entschluß vom Groll auf andere Personen abzulassen, ist ein Entschluß uns selbst so zu sehen, wie wir wirklich sind und uns mit all unsere Anteilen, auch den ungeliebten, anzunehmen.

Begegnen wir dem, was uns am anderen wütend macht oder verletzt mit Mitgefühl und Vergebung, so schenken wir selber uns  Mitgefühl und Vergebung auch für das, was wir an uns nicht lieben und wir senden heilsame Impulse in unsere Beziehungen. Wir lehren und lernen tiefer, umfassender zu lieben, wir lernen zu lieben, so wie Gott uns, alle seine Kinder liebt.

Im Sommercamp von Liebe versöhnt ( hier findest du die details:  http://www.liebeversöhnt.de) werden wir genau das lernen, unsere Sichtweise weg vom Ego, weg vom Groll, weg von Trennung hin zur Liebe, hin zum Miteinander, hin zum Verbinden zu ändern.

Denn: Nur die Liebe eint und heilt uns

Mit Liebe, Angela

 

 

Wo der Riss ist, ist die Heilung

Egal an welchen Kommunikationskanal ich grad ranlaufe oder mich hineinbewege, der Kampf der Pro-Gemeinschaft gegen die Contra-Gemeinschaft zieht sich wie ein Riss durch Deutschland. War es gestern die Pegida-Arena, so ist es einen Moment später die flutartige  Flüchtlingswelle, im Nachbarschauplatz rüsten die Parteikämpfer auf, um die Wahkampf-Arena als Sieger zu verlassen. Wiederum ein  paar Seiten weiter sind es die Putin-Lieber, die den Gegenwind der Putin-Gegner im Gesicht spüren und ebenso rauht der Gegenwind auch die Gemüter auf der anderen Seite auf, Ost gegen West, Deutschlandlieber gegen Deutschlandhasser, Besitzende gegen Besitzlose, Bewahrer der alten Ordnung gegen die Freigeister der Weltveränderer…….
Manchmal beschleicht mich dabei das Gefühl von trauriger Mutlosigkeit,  es sind so viele Ebenen, wo der Kampf in Deutschland eingezogen ist. Ob es gut oder schlecht ist??? ich denk, die Frage steht momentan nicht, ein Großteil der Menschen dieses Landes steckt grad in irgendeiner Art von Kampf……hoffen wir, dass das Kampfgetümmel uns nicht allzuweit von uns selber wegführt. Wenn wir zurückkehren zu uns wird uns vielleicht bewußt, daß wir in Wahrheit auf der Suche sind…
Hoffentlich erinnern wir uns in unseren stillen Momenten, dann, wenn wir mit uns allein sind,weswegen wir das Abenteuer des Leben auf der Erde eingegangen sind…..wollten wir nicht ursprünglich miteinander lernen, wie es gehen kann, dass die unterschiedlichsteste Individuen in Achtung und Würdigung der Einzigartigkeit eines jeden Einzeln miteinander leben können….????
Heute fand ich im Netz einen Artikel von Prof. Dr. Barbara vonMaiboom, veröffentlich in „evolve-magazin 06“:  Wo der Riss ist, ist die Heilung. Ich stell ihn hier mal rein, weil sie einen interessanten  Gedanken zum Leben erweckt, nämlich mal Weg vom Kampf und hin zur Suche. Die Suche nach unserer eigenen Indentität…

meibom

Wo der Riss ist, ist die Heilung
Fragen zur deutschen Identität

Barbara von Meibom

Pegida, Kurzformel für Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes, bringt in kürzester Zeit Zehntausende auf die Straßen, insbesondere im deutschen Osten. Die Sprache ist aufgeladen mit nationalem, patriotischem bis nationalistischem Gedankengut und erweist sich rasch als Einfallstor für rassistische und neonazistische Gesinnungen. Die Zivilgesellschaft steht auf; die Politik distanziert sich vehement. Die Antwort ist zu Recht eine entschiedene Zurückweisung. Doch reicht dies? Raed Saleh (SPD), Fraktionsvorsitzender mit Migrationshintergrund im Berliner Landtag, schreibt am 18. Februar 2015 in der „FAZ“: „Ich glaube all diese Diskussionen kreisen um eine zentrale Frage, die ungeklärt geblieben ist: Wie definiert Deutschland seine nationale Identität, auf welchem Fundament stehen wir?“
Identität ist immer wieder neu. Das gilt für jede Generation. Identitätsbildung im Osten und Westen Deutschlands geschah nach 1945 unter grundlegend unterschiedlichen Vorzeichen. Eine Identitätsbildung, in deren Zentrum die Nation stand, gab es eigentlich nur in der DDR, insbesondere in deren Anfangszeit. Die DDR begriff sich als das „Neue Deutschland“, als stolze Nachfolgerin, die ihre Existenz dem siegreichen Kampf der antifaschistischen Kräfte gegen Militär, Adel und Bürgertum verdankte. Stolz auf die Nation (später die Republik bzw. den Arbeiter- und Bauernstaat) zu sein, war nicht nur Propaganda; es war patriotische Pflicht und es war ein wichtiges Moment des gesellschaftlichen Zusammenhalts. Insbesondere in der Frühzeit der DDR bezog man sich ganz selbstverständlich auf humanistische und idealistische Traditionen in Philosophie und Geistesleben Deutschlands und stellte sie in eine ungebrochene Linie mit den Protagonisten eines sozialistischen Aufbruchs. Ohne Scheu wurden die Liebe zum Vaterland, die Liebe zur Fahne, die Liebe zur Gemeinschaft der Werktätigen propagiert und zelebriert.
So waren Deutschsein, Deutschtum, deutsche Werte, deutsches Geistesgut, deutsche Ideale und ein Begriff von Heimat dem Denken in der DDR wohl vertraut. Sie haben sich ins kollektive Bewusstsein eingeschrieben. Viele, die sich diesem Denken entzogen, wanderten ab. Wer im Osten blieb, rückte noch mehr zusammen – zumindest so lange, bis Bespitzelung, Unterdrückung, Freiheitsentzug und Mangelwirtschaft immer unerträglicher wurden. Was 1989 folgte, war nicht nur der von vielen begrüßte Zusammenschluss mit dem reichen Westen, sondern auch der Verlust einer nationalen, sozialen und persönlichen Identität. Statt einer Willkommenskultur erlebte man westliche Arroganz und eine soziale, ökonomische und politische Vereinnahmung.
Für all jene, die sich mit der DDR identifiziert oder sich mit ihr „eingerichtet“ hatten, immerhin ca. 2/3 der Bevölkerung*, brachten „Anschluss“ und „Abwicklung“ eine Traumatisierung und – wenn man 1945 hinzunimmt sogar eine Retraumatisierung.
Historisch betrachtet existierte in den neuen Bundesländern ein anhaltendes kollektives Vermächtnis, in dessen Fokus der Wille zur Gemeinschaft stand – zuerst der unter Führung des Monarchen, dann – nach kurzer Unterbrechung in der Weimarer Republik – unter Führung der Nationalsozialisten und schließlich unter Führung der SED und ihrer Kader. Jedes dieser Herrschaftssysteme appellierte an die Begeisterung der Bevölkerung und begründete seinen Anspruch auf Gefolgschaft mit nationalem Gedankengut (der sozialistische Internationalismus stand dem nicht im Wege). Die Nation (später der Arbeiter- und Bauernstaat) wurde als eine Werte- und Sozialgemeinschaft begriffen, die faktisch auf der Ausgrenzung bestimmter Menschengruppen basierte. Im Kaiserreich waren es Sozialisten, Republikaner und zunehmend Juden, im NS-Staat jene, die nicht zur „Herrenrasse“ gehörten, in der DDR alle bürgerlichen Abweichler und heute sind es potenziell all jene, die kulturell als überfremdend erlebt werden. Vor diesem Hintergrund werden fremd anmutende kulturelle Einflüsse als eine Bedrohung der eigenen Identität erlebt – mehr als in den alten Bundesländern.
Anders die Situation im Westen. Für die alten Bundesländer war nach 1945 die Öffnung nach Westen eine Überlebensnotwendigkeit – politisch, wirtschaftlich und gesellschaftlich. Waren die restaurativen Kräfte der frühen Bundesrepublik noch bemüht, den kollektiven Schatten der NS-Vergangenheit totzuschweigen, so wurde ihnen diese Möglichkeit spätestens mit Auschwitzprozess, Autoritarismusdebatte und 68er Generation unmöglich gemacht. Ein intensiver Prozess der Auseinandersetzung mit dem NS-Erbe setzte ein, in dessen Zentrum das Ich stand, das Fragen stellte, herausforderte, aufbegehrte, wissen wollte. Westliche Freiheitswerte, Individualisierung und die Entfaltung, wenn nicht gar Entfesselung der Marktkräfte verstärkten sich wechselseitig. Nationale Identitätsbildung fand quasi nicht statt und wenn, dann in der Abwehr des NS-Erbes. Man war nicht Deutscher, man war Europäer, Weltbürger oder schlicht Individualist. Gemeinschaftswerte waren tendenziell verpönt, die Flagge – bis zur Fußballweltmeisterschaft 2006 – eher ein Tabu. Ganze Generationen von Westdeutschen schämten sich, Deutsche zu sein. Zugleich wurde der prosperierende Westen zunehmend zu einem Einwanderungs- und Zuwanderungsland.
Wie man sich den Gastarbeitern, den Menschen mit Migrationshintergrund gegenüber verhalten sollte, die kamen, um zu bleiben, statt nur, um zu arbeiten, wusste man nicht so recht. Vor allem wollten sich die Bildungseliten und politischen Meinungsbildner im Westen nicht erneut vorwerfen lassen, fremdenfeindlich zu sein. So entwickelte sich auf der Basis eines unbewussten Schamaffekts eine Haltung des Nichthinschauens, wenn sich zeigte, dass sich z. T. Parallelgesellschaften entwickelten, deren Verhaltensweisen mit dem demokratischen und humanistischen Wertekanon der Mehrheitsgesellschaft unvereinbar waren und sind. Im Zweifelsfall ließ man den Dingen ihren Lauf, um nicht als Neonazi, Nationalist oder Rechter beschimpft zu werden.
Ost und West tragen in sich das Erbe unterschiedlicher Werteorientierungen (Gemeinschaft/Solidarität/staatliche Fürsorge vs. Individualismus/Konkurrenz), die bis in die Gegenwart fortwirken. Wie kann angesichts dessen Verständigung gelingen? Verständigung kann geschehen, wenn wir uns die Wirkkräfte im kollektiven Unbewussten vergegenwärtigen: Westlich sozialisierte Menschen können sich bewusst werden, dass die Scham gegenüber der eigenen Geschichte noch fortwirkt. Im Kontakt mit dem Schmerz über das Gewesene können sich Gelassenheit und Selbstwert entwickeln – gute Voraussetzungen, um für die Werte des eigenen Kultur- und Sprachraums einzutreten, und zwar nicht nur gegenüber muslimischen, sondern auch gegenüber US-amerikanischen Einflüssen.
Östlich sozialisierte Menschen können sich des nie thematisierten Autoritarismus bewusst werden und sich dem doppelten Trauma einer verlorenen Identität und den daraus resultierenden Sicherheitsbedürfnissen stellen. Dies kann das Bedürfnis mindern, die eigene Identität durch Ausgrenzung von allem, was fremd erscheint, zu sichern.
Voraussetzung dafür ist, dass die eigenen Scham- und Angstgefühle nicht einfach auf andere Gruppen projiziert und dort bekämpft werden. Unser Gegenüber hält uns den Spiegel vor. Er lädt ein zu Verstehen und Verständigung, damit wir die Spielregeln einer humanen und weltoffenen Gesellschaft aufrechterhalten können – selbst dann, wenn Unsicherheiten im Miteinander aufkommen.

* Vgl. dazu: „DDR-Forschung durch die Besuchertür“, in: „Neues Deutschland“ v. 19.02.2015, S. 2.

Prof. Dr. Barbara von Meibom ist Politikwissenschaftlerin, Kommunikationsberaterin und Autorin.
www.communio-fuehrungskunst.de