Gibt es in uns ein Verlangen, die eigene Freiheit zu erkennen ?

Es gab eine Zeit, die des paulinischen Christentums, da wies das Christentum im Ostergedanken die Menschen an, vor allem Dinge auf die Auferstehung des Christus Jesus zu schauen, nicht auf seinen Tod. Die Auferstehung, der Triumph über den Tod, die Überwindung des Todes-das ist es, was als Ostergedanke in der ersten Form des Christentums vorhanden gewesen ist.

Im Laufe der Jahrhunderte zog der Materialismus immer mehr in die Staatsreligion ein und es entstand das Bild des Jesus Christus als des Gekreuzigten,des  Leidenden, als des Menschen, der in Schmerzen vergeht…das im Schmerz wühlen war über die Zeitalter hinweg der Karfreitagsgedanke. Der Karfreitagsgedanke rückte in den Vordergrund und die Auferstehungsmysterien waren allmählich zurückgetreten. Erst nach diesem Marterbild-Kontrast, folgte der eigentliche Ostergedanke.

Doch was es heute mehr denn je braucht, ist das Bewusstsein, dass der lebendige Geist  immer siegen muss über das, was im physischen Körper geschieht. Wir brauchen den wahren Ostergedanken, den von der gelungenen Auferstehung, wir brauchen den wahren Christus, das Erwecken des göttlichen Geistes in uns und die Erkenntnis, dass der Christus geistiger Art ist und dennoch in die irdische Entwicklung hineingezogen wird. Aus physischer Sicht ist es schwer oder nicht verständlich. Aus geistiger Erkenntnis heraus allerdings ist es  verständlich.

Geistige Erkenntnis verhilft uns dazu, das Geistig Ewige im Menschsein anzuerkennen und von seinem Unberührtsein durch die Welt zu wissen. In dieser Art sollten wir uns wieder an den eigentlichen Ostergedanken erinnern, auf dass es ein innerliches Fest werde, ein Fest, in dem wir für uns selber den Sieg des Geistes über unseren physischen oder leiblichen Körper feiern.

Wir brauchen in uns wieder denjenigen Christus, den wir nicht als den Leidenden anschauen,sondern als den, der da „schwebt“ oberhalb des Kreuzes und der auf das Wesenlose am symbolischen Kreuz hinunter schaut. Wir brauchen wieder das starke Bewusstsein von der Ewigkeit des Geistes, was wir in Wahrheit sind.

In dem Sinne, lasst uns wieder erkennen, dass die Todesstimmung des Karfreitags nur die eine Seite des Menschlichen ist, das sterbliche Menschsein. Der andere Pol ist auch da, es ist das Ewige im Menschsein, das Geistige, das Göttliche, das Unzerstörbare, der Christus.

Es ist an der Zeit, die Auferstehung  jetzt zu einem Welt-Ostergedanken zu machen, indem eine genügend große Anzahl von Menschen empfinden, daß der Geist innerhalb heutigen Zivilisation wieder auferstehen muss. Suchen wir das Verlangen in uns nach der Erkenntnis unseres eigenen Willens, der Erkenntnis unserer eigenen Freiheit, nach der Natur unseres  Willens, die uns über die Pforte des Todes hinausträgt, hin zu dem Gedanken von der Auferstehung des Geistes….mögen wir das geistige Schauen nutzen, um die Wahrheit zu erkennen.

Ich wünsch dir einen geisig reichen Ostersonntag.

 

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